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Reale und virtuelle Pfeifenorgeln - Hauptwerk - GrandOrgue

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Sonntag, 25. September 2017
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Forenübersicht » Samplesets » für HW aber GO möglich » St. Peter und Paul Weißenau

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mike ist offline mike  
RE: Was ist die Default Holzhey-Stimmung?
Administrator
2115 Beiträge - Orgellegende
mike`s alternatives Ego
Zitat
Original geschrieben von martin

Zitat
Wenn Du in Hauptwerk (oder auch in GO) ein Set lädtst, ohne auch explizit eine Stimmtemperatur-Datei zu laden, dann werden die Samples so abgespielt, wie sie sind.

Korrektur bezüglich GO: Die Samples können per ODF Angabe für Original Stimmung umgestimmt werden. Das Demo-Set wäre zB ohne das etwas eintönig [ OK, eigentlich "zweitönig" grosses Lachen - da nur 2 Samples pro Oktave].

Richtig, das ist in Hauptwerk natürlich auch so. Die Programmierung der Pfeifenstimmung in der ODF wird natürlich auch immer mitgeladen, sofern dort überhaupt Pfeifen umgestimmt werden.

Zitat
Original geschrieben von Dulzian

Jetzt bin ich etwas verwirrt:
Ich dachte, die Default-Holzhey-Stimmung ist die sogenannte "Original Holzhey Reconstructed"? skeptisch

Wenn dem nicht so ist, was müsste ich denn statt dessen anwählen, um mal spaßeshalber die unverfälschten Samples abzuspielen? Oder ist "Original Holzhey Reconstructed" gar nicht die Default-Stimmung, wenn man gar nix angewählt hat? Ist schon so lange her, weiß daher nicht, ob ich das extra angewählt hatte oder nicht...

Im Menü "Pitch" unter "Load temperament..." die Stimmtemperatur "Holzhey-Weissenau-Reconstructed" auswählen. Das ist das, was Prospectum empfiehlt und womit auch meiner Meinung nach die Verstimmungen noch am geringsten sind.

Wenn Du anschließend wieder im Menü "Pitch" auf "Original organ temperament" gehst, hast Du die Orgel wieder so verstimmt wie sie ist, wenn man nichts lädt. Also den Ursprungszustand aus dem was die Samples enthalten, zuzüglich dem, was evtl. an Verstimmung im ODF programmiert wurde. Aber im ODF wurde bei Prospectum m. E. eher nichts umgestimmt. Die Samples dürften den (verstimmten) Istzustand der Orgel bei der Aufnahme wohl gut wiedergeben. Wenn Du dann so willst "das Original" grosses Lachen
Beitrag vom 02.03.2017 - 11:06
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tastenfuchs ist offline tastenfuchs  
Leider überhaupt nicht zufrieden ...
5 Beiträge - Orgel-Novize
Hallo,

ich habe mir vor kurzem dieses Set gekauft und bin überhaupt nicht zufrieden.
Die Orgel klingt viel zu mulmig und ist total verhallt. Ohne 2-Fuß-Register kann man überhaupt nicht vernünftig spielen.
Für mich definitiv 300,00 Euro mal eben so zum Fenster rausgeschmissen ...
Am liebsten würde ich das Set wieder verkaufen ...

Grüße aus Thüringen
Tino
Beitrag vom 22.08.2017 - 23:13
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mike ist offline mike  
Administrator
2115 Beiträge - Orgellegende
mike`s alternatives Ego
Hallo Tino,

an und für sich ist das Sampleset sehr gut gelungen. Es klingt wie eine sehr gute Aufnahme dieser Orgel auch klingen würde - eher noch besser. Es gehört, mit kleinen Abstrichen, mit zu den Besten die ich kenne - zumal es dafür auch noch relativ günstig ist.

Insofern kann ich mir nur zwei mögliche Szenarien vorstellen:

1. Irgend etwas haut bei Dir technisch nicht so hin wie vorgesehen. Das kann an den Einstellungen des Sampleset liegen, oder auch an der Hardware, sprich PC, Soundkarte, Abhörraum, Klangabstrahlung und deren Einstellungen.

2. Das Sampleset ist für den beabsichtigten Zweck nicht geeignet. Sprich, für diesen Orgeltyp ungeeignete Musik, ungeeignete Klangabstrahlung, grundlegend falscher Einsatzzweck oder entspricht einfach dem persönlichen Geschmack nicht.

Um das näher zu ergründen, bräuchten wir aber noch mehr Informationen von Dir:

- Hast Du vor dem Kauf ausreichend Demostücke angehört?
- Welche Musik willst Du damit machen?
- Was willst Du damit beschallen? Nur Dich? Ganzes Wohnzimmer? Ganzen Saal oder gar eine größere Kirche?
- Welcher Computer, Soundkarte, Betriebssystem?
- Hauptwerk oder GrandOrgue?
- Welche Verstärker, Lautsprecher, Kopfhörer?
- Mit welchen Parametern wird das Set geladen und wie hast Du den integrierten Akustikmixer eingestellt?
- Was waren Deine Erwartungen an das Sampleset?

Ein Umtausch oder Verkauf dürfte m. E. schwierig sein, da hier auch kein Kopierschutz besteht.

Gruß Michael
Beitrag vom 23.08.2017 - 01:33
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Dulzian ist offline Dulzian  
RE:
Moderator
412 Beiträge - Vielorgler
Zitat
Original geschrieben von mike
an und für sich ist das Sampleset sehr gut gelungen. Es klingt wie eine sehr gute Aufnahme dieser Orgel auch klingen würde - eher noch besser. Es gehört, mit kleinen Abstrichen, mit zu den Besten die ich kenne - zumal es dafür auch noch relativ günstig ist.



Mein Eindruck ist auch, dass es ziemlich verhallt ist, egal wie man an den Front/Rearkanälen dreht.
Es kann sein, dass eine Aufnahme dieser Orgel, aufgenommen in der Kirchenmitte, auch ziemlich verhallt ist. Aber hilft einem das weiter?

Es ist jedenfalls kein Vergleich mit solchen modernen Samplesets wie die neueren 6-kanaligen Samplesets von SonusParadisi, bei denen man wirklich lückenlos von knochentrocken bis voller Kirchenhall alle Einstellungen haben kann.

Es gehört jedenfalls für mich keineswegs zu den besten Samplesets, die ich kenne. Vielleicht gehört es zu den besseren Samplesets, die auch mit GO nutzbar sind, das mag sein. Aber keineswegs zu den besseren Samplesets, die(leider) nur für Hauptwerk möglich sind.
Es stimmt, dass es relativ billig ist. Aber für mich im Nachhinein nicht preisgünstig, weil ich eben doch meist andere Sets diesem hier vorziehe und es daher zu selten nutze.

Aus Insiderkreisen weiss ich, dass z.B. bei Sonus Paradisi viel Geld ausgegeben wird, um die Orgeln erstmal in den Zustand für erstklassige Samplesets zu versetzen. Sowas kostet natürlich Geld, was umgeschlagen werden muss auf die Samplesetkäufer. Ich bezweifle, dass dieses Sampleset von einer perfekt gestimmten und intonierten Orgel gemacht wurde, habe stattdessen den Verdacht, dass versucht wurde, die Samples nachträglich zu verbessern. Wenn ich da einen falschen Verdacht geäußert habe, bitte ich um Verzeihung - es ist nur eine vage Vermutung.

LG Olaf


Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zuletzt von Dulzian am 23.08.2017 - 14:42.
Beitrag vom 23.08.2017 - 14:40
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tastenfuchs ist offline tastenfuchs  
Leider überhaupt nicht zufrieden ...
5 Beiträge - Orgel-Novize
Hallo Michael,

wenn dieses Sampleset für Dich mit zu den Besten gehört, dann kann ich mir eigentlich nur vorstellen, dass Du es mit gebaut hast. Eine andere Theorie gibt es für mich nicht. Ich muss Dulzian einfach Recht geben, egal wie man dreht, es ist einfach alles viel zu stark verhallt und mulmig. Einfach nur schlecht.
Das schlimmste ist, dass man nach so einer Meinung gleich wieder gesagt bekommt, irgendwas stimmt mit der Hardware nicht. Komisch, andere Sets klingen doch auch! Selbst kostenlose Orgeln klingen besser als die Holzhey!
Ich muss hier auch niemanden erklären, welche Hardware ich habe und was oder wen ich beschallen will. Und was hat es damit zu tun, ob ich mir ausreichend Demostücke angehört habe?
Das Set ist für mich einfach nur SCHLECHT.
Anloo z.B. ist um Welten besser!
Ich werde in Zukunft die Sets einfach selber antesten, bevor ich sie kaufe, oder mit dem Verkäufer ein Rückgaberecht vereinbaren, so was passiert mir mit Sicherheit nicht wieder.
Aber hier hat wohl fast jeder schon Lehrgeld bezahlt, bei mir waren es ja "nur" 299,- Euro.
Nix für ungut!

Grüße aus Thüringen
Tino
Beitrag vom 23.08.2017 - 23:24
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mike ist offline mike  
Administrator
2115 Beiträge - Orgellegende
mike`s alternatives Ego
Hall Olaf, hallo Tino,

entschuldigt, dass ich mir die Mühe gemacht habe und helfen wollte.

Das Holzhey Sampleset pauschal so runter zu putzen, finde ich nicht in Ordnung. Tino hat hier erst zwei Beiträge geschrieben, und ich kenne weder seine Erfahrung, noch seine Vorstellungen. Das gab es schon häufiger, dass jemand mit dem Klang nicht zufrieden war und es dabei an der Anlage, den Einstellungen oder eben an falschen Erwartungen lag. Ohne weitere Informationen kann man dann auch keine Tipps geben.

Zu sagen, das Set ist zu mulmig und zu verhallt ist eine relative Aussage. Daraus zu schließen, es sei sein Geld nicht wert, lässt sich dann nicht einfach auf jeden Anwender pauschalisieren.

Hintergrund meiner Fragen ist auch Tinos Webseite, wo er sich als Alleinunterhalter für Unterhaltungsmusik und Tanzmusik präsentiert. Sollte das Sampleset für diesen Zweck Verwendung finden, könnte es nämlich leicht sein, dass es dafür völlig ungeeignet ist. Aber wie gesagt - ich weiß es ja nicht.

Es gibt unzählige Möglichkeiten, weswegen jemand ein Sampleset einsetzen möchte. Olaf, Du möchtest es fast ausschließlich zum Üben, wie Du hier ja schon mehrfach angesprochen hast. Dafür ist Holzhey sicher nicht so ganz ideal. Jemand anderes möchte vielleicht vorwiegend CD-Aufnahmen machen - dafür finde ich, ist es z. B. sehr gut geeignet, denn es hat den nötigen Hall der originalen Kirchenakustik.

Sicherlich war die Orgel bei der Aufnahme nicht gestimmt. Das haben wir in diesem Thread ja auch schon ausgiebig durchgekaut. So sind Orgeln in der Praxis eben oft. Das Set fällt bei mir in die Kategorie "authentische Originale" und ich muss sagen, dabei habe ich sehr große Freude an dem Set. So einfach kommt man nämlich an das Original nicht ran. Und ich spiele es auch überwiegend mit Hauptwerk-Software und nicht primär GrandOrgue.

Deshalb sollte jeder VOR dem Kauf abchecken, ob ein Sampleset seinen Vorstellungen überhaupt entspricht. Es gibt, und gab auch in diesem Fall, genügend Klangbeispiele im Web. Ebenso Foren wie dieses, wo man nachlesen kann, was andere darüber denken, bzw. auch selbst seine Fragen stellen kann.

Den Preis des Holzhey-Set finde ich keinesfalls überzogen. Es kostet übrigens in der Premiumversion 249,- € und nicht 299,- €
In der Standardversion sogar nur 199,- €.
Vergleichbare Sets anderer Hersteller kosten meist spürbar mehr und sind mitunter schlechter. Außerdem lässt die Lizenz fast alles zu, inkl. öffentlicher Vorführung und kommerziellen CD-Aufnahmen. Bei den allermeisten anderen Herstellern ist das alles verboten.

Was die neueren Sets von Sonus Paradisi angeht, bin ich nun kein Freund dieser auf den Frontkanälen vermischten Akustik. Es leidet die Reproduktion der natürlichen Akustik für mich zu sehr darunter. Nicht mein Ding. Außerdem bewegen sich die Sets schnell in Bereichen zwischen 500 € bis über 800 € und sind somit nicht mit diesem Set von Prospectum vergleichbar.

Aber übrigens:
Ich stehe mit dem Hersteller keinesfalls in Beziehung oder bekomme auch nur einen Cent. Im Gegenteil, bin ich bei ihm wegen meiner kritischen Äußerungen in der Vergangenheit bereits in Ungnade gefallen.

Gruß Michael

Beitrag vom 24.08.2017 - 05:52
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tastenfuchs ist offline tastenfuchs  
5 Beiträge - Orgel-Novize
Hallo Michael,

ich wollte keineswegs bei Dir in Ungnade fallen, habe nur meine Enttäuschung über dieses Set geschrieben.
Ich habe 299 Euro dafür bezahlt, habe es auf einem Stick geliefert bekommen.
Mit meiner Website und meinem Job als Unterhaltungsmusiker hat das ganr nix zu tun, dass ist eine ganz andere Baustelle.
Ich bin seit einigen Jahren Organist in der Kirche, spiele jeden Sonntag mehrere Gottesdienste und hatte bis vor kurzem bei mir im Proberaum eine Digitalorgel zu stehen. Nun bin ich auf Hauptwerk umgestiegen, habe einen Hauptwerkblock von Hoffrichter und benutze eine Dave 8XS als Abstrahlsystem.
Für meine Zwecke ist das Set einfach total ungeeignet.
Vielen Dank trotzdem für Deine Mühe!

Grüße aus Thüringen
Tino
Beitrag vom 24.08.2017 - 11:01
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Dulzian ist offline Dulzian  
RE:
Moderator
412 Beiträge - Vielorgler
Zitat
Original geschrieben von mike
Sicherlich war die Orgel bei der Aufnahme nicht gestimmt. Das haben wir in diesem Thread ja auch schon ausgiebig durchgekaut. So sind Orgeln in der Praxis eben oft. Das Set fällt bei mir in die Kategorie "authentische Originale" und ich muss sagen, dabei habe ich sehr große Freude an dem Set.



Wenn eine Orgel vor der Sampleset-Aufnahme nicht eingermaßen gestimmt und intoniert wurde, fällt es bei mir erstmal unter die Kategorie "ungestimmt". Und wenn zu allem Überfluss noch nachträglich an den Samples herumgefummelt wurde, um die Orgelverstimmung zu kaschieren (was zumindest hier vermutet wurde, mit der Vermutung kann man auch falsch liegen), kann von "authentischen Originalen" schon mal ganz und gar nicht die Rede sein.

Zitat
Original geschrieben von mike
Was die neueren Sets von Sonus Paradisi angeht, bin ich nun kein Freund dieser auf den Frontkanälen vermischten Akustik. Es leidet die Reproduktion der natürlichen Akustik für mich zu sehr darunter.



Da man die Frontkanäle zwischen 100% Direktaufnahme ("knochentrocken") und 100% Aufnahme im vorderen Kirchenschiff (stärker verhallt, ähnliches Hallergebnis wie bei Weißenau) lückenlos verstellen kann, hat man auch die Varianten von ungemischten Samples beider Mikropositionen und damit unverfälschtem Klang - wie gesagt, wenn man das überhaupt will.
Von daher ist es eben nicht so, dass man es bei den neueren Samplesets von Sonus Paradisi generell mit vermischten Samles und entsprechender Akustik zu tun hat. Man hat stattdessen die Wahl zwischen völlig unvermischt und völlig vermischt und allem dazwischen - eine Flexibilität, die zumindest ich sehr schätze.

Weiterhin, zumindest meine Erwartungshaltung ist, dass vor Samplesetabnahme die Orgel in einen erstklassigen konzertfähigen Zustand gebracht wird, sprich, frisch gestimmt und intoniert wird.
Ich weiss aus erster Hand, welchen Aufwand z.B. Sonus Paradisi getrieben hat, um die (wunderschön klingende!) Orgel in der Stadtkirche Bückeburg zu samplen. Die Nutzungsgebühr für die 2-3 Wochen dauernde Samplesetabnahme zusammen mit der Orgelstimmung und Intonierung gingen in den 5-stelligen Eurobereich! Nur, um mal zu vergegenwärtigen, welcher auch finanzieller Aufwand dahinter steckt, um erstklassige Samplesets, eben keine Billigsets, zu erstellen. Ganz ehrlich, dafür zahle ich auch gerne etwas mehr. Was nützt ein billiges Sampleset, wenn man es letzlich kaum nutzt? Dann wird aus billig schnell zu teuer, weil zuwenig verwendet.

Ausdrücklich möchte ich aber sagen, dass nach wie vor für mich das Sampleset "Zöblitz" zu den am meisten verwendeten Sets gehört (das war eigentlich der Hauptgrund, dass ich ohne vorher zu testen, mir das Weißenau-Set zugelegt habe, weil es vom selben Hersteller kommt).

LG Olaf


Dieser Beitrag wurde 3 mal editiert, zuletzt von Dulzian am 24.08.2017 - 11:15.
Beitrag vom 24.08.2017 - 11:09
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mike ist offline mike  
Administrator
2115 Beiträge - Orgellegende
mike`s alternatives Ego
Die Holzhey ist einfach ein Set mit räumlich aufgenommener Akustik und einem mittelgroßen Nachhall. Es gibt Sets mit noch wesentlich mehr Nachhall, die ich auch für recht gut halte, wie z. B. Utrecht. Diese Art von Sets betreibt man am besten mit einem sehr guten Kopfhörer. Die große Akustik wird von der Akustik des Abhörraums sonst zu sehr beeinflusst, was sich dann in der Tat oft schrecklich anhört. Ein Dave-System ist dafür wenig geeignet. Allenfalls Nahfeld-Monitore.

Solche Sets sind nicht so universell verwendbar, aber für Freunde von historischen Instrumenten ein Ohrenschmaus, der sonst nicht im heimischen Wohnzimmer zu bekommen ist. Zum reinen Üben oder gar zu Aufführungen im größeren Rahmen sind sie ziemlich ungeeignet.

Deshalb ja die Frage nach dem vorgesehenen Einsatzzweck. Ich hätte dann weder Olaf, noch Tino vorab zu diesem Set geraten. Für euch ist es leider das falsche Set und ich kann eure Enttäuschung schon verstehen.
Aber es gibt auch viele andere, wie z. B. mich, die sind glücklich damit und sehen solche Sets als große Bereicherung über das eigentliche Üben hinaus. Für den Preis sind dann durchaus auch Unzulänglichkeiten wie Verstimmungen noch akzeptabel. Wobei, wie hier schon mehrfach geschrieben, könnte das noch besser gemacht werden.

Als alleiniges Set würde ich die Holzhey keinem empfehlen. Zu Beginn sollte man sich besser ein paar universellere Sets zulegen.

Was mir bei den aktuellen Sonus Paradisi Sets nicht zusagt ist, dass sich der Hersteller nicht die Mühe gemacht hat, eine gute Aufnahme-Position zu ermitteln, die eine brauchbare Mischung aus Direktheit und Nachhall mit natürlichem Raumempfinden liefert. Die Klänge sind entweder furztrocken oder unerträglich verhallt. Oder dann eben eine Mischung aus beiden, die aber die natürliche Räumlichkeit vermissen lässt. Gerade so, als ob der Kunde halt selbst verantwortlich ist, wenn es nicht besonders klingt, da er es ja ist, der die Einstellungen vornimmt.

Zudem erfordert diese 6-Kanal-Technik dann auch noch unnötig viel RAM im PC. Da reichen meine 32 GB dann schon mal nicht mehr aus, ganz abgesehen von den langen Ladezeiten und der immensen CPU-Leistung die man bräuchte, um noch mit passabler Polyphonie spielen zu können..
Zum Üben mag es ja praktisch sein den Hall einstellen zu können. Aber dann nehme ich dazu lieber gleich ein trockenes Sampleset und lasse es über mein Hallgerät laufen. Das hört sich für mich besser an und hat immerhin extrem kurze Ladezeiten und Null Polyphonieprobleme, selbst noch auf den ältesten Rechnern.

So sind die Geschmäcker und die Einsatzgebiete eben total unterschiedlich. Aber das ist kein Grund, die Holzhey über Gebühr schlecht zu reden. Euch gefällt sie halt nicht - anderen ja.
Beitrag vom 24.08.2017 - 18:17
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mike ist offline mike  
RE: RE:
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Zitat
Original geschrieben von Dulzian

Wenn eine Orgel vor der Sampleset-Aufnahme nicht eingermaßen gestimmt und intoniert wurde, fällt es bei mir erstmal unter die Kategorie "ungestimmt". Und wenn zu allem Überfluss noch nachträglich an den Samples herumgefummelt wurde, um die Orgelverstimmung zu kaschieren (was zumindest hier vermutet wurde, mit der Vermutung kann man auch falsch liegen), kann von "authentischen Originalen" schon mal ganz und gar nicht die Rede sein.

An den Samples wird immer nachträglich herumgefummelt. Ein unbearbeitetes Sample ist so nicht in einem Set spielbar. Was wir mit dem Sampleset spielen ist letztlich eine Illusion einer originalen Orgel. Diese Illusion kann gut oder schlecht gemacht sein. Je größer die Orgel und je größer der Kirchenraum, desto schwieriger wird es für den Set-Hersteller, eine gute Illusion zu vermitteln. Deshalb sind kleine Orgeln wie Anloo und Zöblitz viel leichter umzusetzen und kommen uns schnell authentischer vor, selbst mit schlechten Lautsprechern. Und vor allem im kleinen Wohnzimmer.

Beitrag vom 24.08.2017 - 18:51
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Dulzian ist offline Dulzian  
Moderator
412 Beiträge - Vielorgler
Das Samples bearbeitet werden müssen zur Verwendung in einem Sampleset, ist klar.
Es ging um das Herumfummeln an Samples, um Orgelverstimmungen zu kaschieren!
Wie man am Holzhey-Set sehr "schön" (besser gesagt - nicht schön) belegen kann, funktioniert das offenbar spätestens bei Registern nicht mehr richtig, wo mehrere Pfeifen gleichzeitig ertönen, wie bei allen Mixturen.
Und spätestens wenn man die Samples bzgl. Verstimmungen und Intonation heftig frisieren muss, bleibt von "authentischem Original" nicht mehr viel übrig...
Die Alternative ist, das ein Samplesethersteller zigtausend Euro ausgibt, um vorher die Orgel stimmen und intonieren zu lassen.

Was Samplesetgrößen angeht, bin ich sowieso der Meinung, dass die virtuelle Orgelabbildung am allerbesten mit kleineren Orgeln und Registergrößen klarkommt, nicht nur wegen des immensen Speicherbedarfs ansonsten, sondern, weil der Klang immer mulmiger, diffuser und unechter wird.
Und für die kleineren Orgeln von Sonus Paradisi reichen 32GB als Speicher aus, auch für 6-Kanal und 24bit. Ich habe das Silbermann-Petrikirchen-Sampleset, welches ich im Gegensatz zu anderen konträren Meinungen sehr schätze, welches mit 32GB auskommt bei 6 Kanälen (sogar noch gerade so, wenn man sich den Luxus unkomprimierten Ladens gönnt - was m.E. bei schnellen Rechnern unnötig ist). Und die Möglichkeit, stufenlos von knochentrocken bis verhallt "a la Holzhey" verstellen zu können, schätze und nutze ich sehr. Mir ist da nichts bzgl. Soundverschlechterung aufgefallen, wenn ich in den Frontkanälen mische. Halte ich immer noch für "authentischer" als wenn man künstlichen Hall verwendet.
Und das Laden der 32GB von einer schnellen SSD geht bei mir schneller als ich meine Orgelschuhe anziehen kann und die Noten aufgeschlagen habe am Spieltisch.
Als Abstrahlung verwende ich in sehr nahem Nahfeldmonitorbereich (alles unter 1m Ohrabstand, den Raumhall halte ich für vernachlässigbar gegenüber Kopfhörern) 4x Genelecs, dazu sehr guter Subwoofer und Körperschallwandler unter der Orgelbank für die "Bauchregion"-Frequenzen.

LG Olaf


Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zuletzt von Dulzian am 25.08.2017 - 12:01.
Beitrag vom 25.08.2017 - 11:55
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mike ist offline mike  
Administrator
2115 Beiträge - Orgellegende
mike`s alternatives Ego
Das "Herumfummeln" an Samples ist normal. Da ist ein Umstimmen noch einer der kleineren Eingriffe und hat nichts mit "Murks" oder so zu tun. Das macht jeder Set-Hersteller. Wenn Du mit dem Stimmen der letzten Pfeife einer Orgel fertig bist, ist die erste Pfeife schon wieder leicht verstimmt. Das wird Dir jeder Orgelbauer bestätigen. Insofern führt da bei den Samples kaum ein Weg dran vorbei.

Ansonsten werden die Samples prinzipiell geschnitten und durch Filter bzw. auch von Hand von Störgeräuschen befreit, entrauscht, entrumpelt, die Geräusche des Orgelmotors rausgezaubert und und und...
Prospectum hat dafür lange an speziellen hochwertigen mathematischen Algorithmen entwickelt, die hervorragende Ergebnisse liefern. Dies hat uns eine fantastische Zöblitz beschert.

Das etwas ärgerliche bei der Holzhey ist eben, dass einige zusammengesetzte Register (Mixturen usw.) eben doch recht stark verstimmt waren und sich das nachträglich schwer richten lässt. Durch Umstimmen von Nachbarpfeifen-Samples wäre aber auch das möglich. Das ist selbst bei den Samplesets von Sonus Paradisi alles an der Tagesordnung. Und ich weiß wovon ich rede, weil ich schon mehrere seiner Riesen-Sets für GrandOrgue gängig gemacht habe. Dabei fummelt man am "offenen Herzen". Natürlich immer vorteilhaft, eine Orgel ist gerade frisch renoviert und gestimmt.

Aber die Holzhey klingt wie sie klingt. Dafür ist sie eine Holzhey und keine Silbermann, Schnitger, Sauer oder Cavaille Coll. Das Set gibt das eigentlich schön wieder. Und der Hall ist nun mal auch so da. Alles sehr schön räumlich abgebildet.

Wem allerdings die Orgel und ihr Klang grundsätzlich nicht gefällt und der Hall für den eigenen Zweck zu groß ist, dessen Geschmack trifft sie halt nicht. Dafür gibt es ja andere Sets, die direkter sind.



Ein guter Indikator für die Beliebtheit von Samplesets ist auch immer die Anzahl der bei Contrebombarde eingestellten Lieder für ein bestimmtes Set.

Die Holzhey Weißenau hat dabei 19 Seiten voller Liedeinträge unterschiedlichster Interpreten:

http://www.contrebombarde.com/concerthall/home/adv...r/desc/ 360

während z. B. die Silbermann Freiberg von Sonus Paradisi nur auf 12 kommt, obwohl es das Set schon wesentlich länger gibt:

http://www.contrebombarde.com/concerthall/home/adv...r/desc/ 220

So ganz daneben kann das Holzhey-Set also nicht sein grosses Lachen



Hört euch mal diese bemerkenswerte Interpretation von Praeludium et Fuga in a-moll -- BWV 543 an:

http://www.contrebombarde.com/concerthall/music/18874

Zitat
des Interpreten jcfelice88keys:
One the beautiful aspects of this organ is that individual stops are able to stand on their own;
one does not have to draw terribly many stops to make the organ sound "large".

Weniger Register sind bei dieser Orgel für die Registrierung mehr !
Es ist keine Orgel für Tutti-Klänge.


Beitrag vom 29.08.2017 - 01:54
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